Energetische Nachbarschaften als lokaler Beitrag zur Energiewende.

Durch die Energiewende in Deutschland rückt eine Konvergenz verschiedener Energieversorgungsinfrastrukturen immer mehr in den Fokus technischer Realisierungsfragestellungen. Es werden sowohl physikalische wie auch virtuelle Verknüpfungsspunkte zwischen den Infrastrukturen gesucht, die eine technisch und ökonomisch sinnvolle Kopplung ermöglichen. Der hier vorgestellte Ansatz Energetischer Nachbarschaften zielt darauf ab, dieses Konzept der Hybridnetze in einem regionalen Maßstab umzusetzen. In einem Projektbeispiel werden die Prozesse benachbarter Unternehmen auf ihre eingehenden und ausgehenden Energieflüsse sowie ihrer Profile hin untersucht.

Herausforderungen

Eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende ist die zunehmend auftretende Speicherlücke im Energieversorgungssystem. Dieses Problem wird sich v.a. durch den weiteren Zu- und Ausbau von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen noch verschärfen.

Hybridnetz

Sogenannte Hybridnetze stellen eine mögliche Lösung für diese Herausforderungen im Umgang mit stark schwankenden Lasten auf der einen Seite und eine stärkere Einbindung des Kälte/Wärme-Sektors auf der anderen Seite dar.

Lokaler Lösungsansatz

Das zunächst relativ abstrakte Konzept der Hybridnetze, das die überregionale bis nationale Ebene im Fokus hat, wird mit Hilfe des Konzeptes der sog. Energetischen Nachbarschaft (EN) auf die kommunale, lokale Ebene übertragen.

Gebietsentwicklung

Der EN Ansatz kann herangezogen werden, um Unternehmen gezielt für eine Ansiedlung zu werben und sie in ein energetisches Gesamtportfolio eines Gebietes einzubinden. Darüber hinaus kann er auf Wohn- und Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe eines Gebiets ausgedehnt werden.